Kommode oder Vitrine im Esszimmer: was für welchen Zweck
Im Esszimmer brauchen Sie Stauraum für Geschirr, Besteck, Tischwäsche und Gläser. Doch soll das Möbel geschlossen sein oder die Inhalte zeigen? Beide Lösungen haben ihre Berechtigung, je nachdem, was Sie unterbringen möchten und wie viel Platz Ihnen zur Verfügung steht. Die Wahl hängt davon ab, ob Sie Dinge verstauen oder präsentieren wollen.
Kommoden: geschlossener Stauraum für Alltägliches
Eine Kommode bietet Ihnen geschlossene Schubladen und Fächer, in denen Sie alles unterbringen, was nicht ständig sichtbar sein soll. Tischdecken, Platzsets, Kerzen, Serviettenringe und Bestecksets finden hier ihren Platz. Auch Vorräte wie Servietten oder Ersatzgeschirr lassen sich diskret verstauen. Kommoden gibt es in Breiten von 80 bis 180 cm, die Tiefe liegt meist zwischen 40 und 50 cm. Achten Sie darauf, dass die Oberfläche als Ablagefläche dient: für eine Tischlampe, ein Tablett oder eine Obstschale.
Vitrinen: Präsentation hinter Glas
Eine Vitrine zeigt, was Ihnen wichtig ist. Porzellanservice, Kristallgläser, Sammeltassen oder Erbstücke kommen hinter Glas zur Geltung und bleiben gleichzeitig vor Staub geschützt. Die Glastüren erlauben den Zugriff, ohne dass Sie die Stücke ständig abwischen müssen. Vitrinen sind oft höher als Kommoden, typischerweise zwischen 160 und 210 cm, und wirken durch die Transparenz leichter im Raum. Die Tiefe entspricht meist der einer Kommode, also 35 bis 45 cm.
Platz und Raumwirkung berücksichtigen
In kleinen Esszimmern kann eine Vitrine den Raum optisch öffnen, weil der Blick durch das Glas fällt. Eine dunkle, geschlossene Kommode wirkt dagegen massiver und eignet sich besser für größere Räume. Messen Sie die verfügbare Wandfläche aus: Zwischen Möbel und Tisch sollten mindestens 90 cm Abstand bleiben, damit Sie Stühle bequem herausziehen können. Bei einem Durchgang rechnen Sie mit 120 cm.
Kombinationen und Mischformen
Viele Möbel vereinen beide Funktionen: unten geschlossene Schubladen oder Türen, oben Glasfächer. So können Sie Alltägliches verstauen und Schönes zeigen. Diese Highboards oder Buffets sind zwischen 120 und 160 cm hoch und bieten eine praktische Arbeitshöhe auf etwa 90 cm. Für ein klassisches Esszimmer im Barock- oder Landhausstil passen solche Kombinationsmöbel besonders gut.
Material und Pflege
Kommoden aus Massivholz oder furniertem Holz sind robust und lassen sich einfach abstauben. Vitrinen erfordern etwas mehr Aufwand, weil Sie die Glasflächen regelmäßig reinigen sollten. Innen beleuchtet wirken Vitrinen abends besonders einladend. LED-Leisten verbrauchen wenig Strom und erzeugen keine Wärme, die empfindliches Porzellan schädigen könnte. Achten Sie auf verstellbare Einlegeböden, damit Sie die Höhe an Ihre Gegenstände anpassen können.
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