Penthouse einrichten: der Raum gehört der Aussicht

Warum in einer Wohnung mit Blick die niedrigsten Möbel die besten sind

Ein Penthouse hat einen Vorzug, den kein Möbelstück ersetzen kann: den Blick. Fast alle Einrichtungsfehler in solchen Wohnungen laufen darauf hinaus, dass ihm etwas im Weg steht, eine hohe Rückenlehne, ein Regal vor dem Fenster, eine Pflanze in der Sichtachse.

Dazu kommt ein zweites Thema: Offene Grundrisse ohne Wände geben wenig Halt. Möbel müssen dann selbst die Ordnung schaffen. Diese Seite behandelt beides, dazu Licht in Räumen ohne Deckenauslässe und den Übergang zur Terrasse. Den Grundablauf finden Sie unter Appartement einrichten.

Penthouse Wohnraum mit raumhoher Fensterfront und niedriger Sitzgruppe davor
85 cm
Höchsthöhe für Möbel in der Sichtachse zum Fenster
3
Zonen, die ein offener Wohnraum mindestens braucht
2,10 m
Mindesthöhe der Unterkante eines frei hängenden Kronleuchters
1
durchgehender Bodenbelag über alle Zonen hinweg

Die Sichtachse ist der Grundriss

Vor der Fensterfront gilt eine Regel, die alles andere überlagert: Nichts steht höher als etwa fünfundachtzig Zentimeter. Das ist die Höhe, bis zu der ein Möbel im Sitzen nicht stört. Sofas mit niedriger Rückenlehne, flache Sideboards und Beistelltische bleiben unterhalb dieser Linie, Schränke und Regale rücken an die geschlossenen Wände.

Niedrige Moebel halten die Sichtachse zum Fenster frei

Auch die Anordnung folgt dem Blick. Das Sofa steht so, dass man beim Sitzen zum Fenster schaut oder wenigstens im rechten Winkel dazu. Ein Sofa mit dem Rücken zur Aussicht ist der häufigste Fehler in Wohnungen mit Panoramafenstern, weil dieselbe Anordnung im Reihenhaus richtig wäre.

Ein zweiter Punkt betrifft die Fensterflächen selbst: Vorhänge gehören nicht vor die Verglasung, sondern daneben. Die Stange läuft über die gesamte Wandbreite, damit der Stoff tagsüber links und rechts der Öffnung liegt und kein Zentimeter Blick verdeckt wird.

Zonen bilden ohne Wände

Ein offener Wohnraum von siebzig Quadratmetern ohne Zonierung wirkt wie eine Halle. Drei Bereiche sind das Minimum: Sitzen, Essen und ein dritter Bereich, meist Arbeiten oder Lesen. Jeder bekommt eine Mitte und eine Grenze.

Grenze aus Textil

Ein großer Teppich je Zone ist das wirksamste und unauffälligste Mittel. Der Bodenbelag bleibt überall gleich, die Teppiche machen die Einteilung.

Grenze aus Möbeln

Ein Sofa mit gestalteter Rückseite, eine Konsole oder ein niedriges Sideboard quer im Raum bildet eine Linie, ohne die Sicht zu nehmen.

Grenze aus Licht

Jede Zone bekommt eigenes Licht auf eigenem Schalter. Am Abend entscheidet allein das Licht darüber, welcher Bereich sichtbar ist.

Was nicht funktioniert: hohe Raumteiler und Regale mitten im Raum. Sie nehmen die Weite, die der Grundriss bietet, und schaffen dennoch keine echten Räume.

Proportion in hohen Räumen

Viele Penthouses haben Räume mit über drei Metern Höhe oder einen Luftraum über zwei Geschosse. Dort wirken normal proportionierte Möbel schnell verloren. Zwei Mittel helfen: große Einzelstücke statt vieler kleiner und mindestens eine kräftige Senkrechte.

Kronleuchter im Luftraum eines Penthouse ueber der Sitzgruppe

Die Senkrechte kann ein hoher Spiegel sein, ein raumhoher Vorhang, ein großes Bild oder ein Kronleuchter, der weit herunterhängt. Gerade der Kronleuchter ist im Luftraum das richtige Mittel, weil er die leere Höhe füllt, ohne Fläche zu belegen. Seine Unterkante bleibt mindestens 2,10 Meter über dem Boden, wenn man darunter hindurchgeht.

Für die Größe gilt dieselbe Regel wie sonst: Raumlänge plus Raumbreite in Metern ergibt ungefähr den passenden Durchmesser in Zentimetern. In großen Räumen darf großzügig gerechnet werden, kleine Leuchten verschwinden dort.

Licht ohne Deckenauslässe

Moderne Wohnungen mit Betondecken haben oft nur wenige Auslässe, und Schlitzarbeiten sind unerwünscht. Das ist kein Problem, sondern eine Planungsaufgabe. Der Lichtplan verlagert sich von der Decke an die Wände und auf den Boden.

  • Stehleuchten hinter Sofa und Sessel übernehmen das Leselicht vollständig.
  • Tischleuchten auf Sideboard und Konsole bilden die Stimmungsebene auf halber Höhe.
  • Wandleuchten an den geschlossenen Wänden öffnen den Raum nach oben, wo keine Fenster sind.
  • Ein Kronleuchter über dem Esstisch nutzt den einen vorhandenen Auslass an der richtigen Stelle.
  • Alle Leuchtmittel in derselben Lichtfarbe, warm zwischen 2400 und 2700 Kelvin. Details unter Wohnung beleuchten.

Zusätzlich lohnt in Wohnungen mit großen Glasflächen ein Blick auf das Abendbild: Sobald es draußen dunkel wird, verwandelt sich die Fensterfront in einen Spiegel. Wer nur eine helle Deckenleuchte einschaltet, sieht dann vor allem die eigene Zimmerdecke. Mehrere kleine, tief hängende oder tief stehende Lichtquellen verhindern das.

Der Übergang zur Terrasse

Uebergang vom Wohnraum auf die Dachterrasse mit gleicher Moebellinie

Die Dachterrasse ist der Grund, warum viele Menschen ein Penthouse wählen, und sie wirkt am besten, wenn drinnen und draußen zusammengehören. Das gelingt über drei Anschlüsse: gleiche oder verwandte Bodenfarbe, gleiche Sitzhöhe drinnen und draußen und eine durchlaufende Blicklinie, die im Wohnraum beginnt und auf der Terrasse endet.

Ein Objekt am Ende dieser Linie, etwa eine Skulptur, ein Pflanzkübel oder eine Leuchte, zieht den Blick nach draußen und macht die Terrasse zum Teil des Wohnraums, auch im Winter. Abends genügen zwei bis drei warme Lichtpunkte auf der Terrasse, damit die Glasfläche nicht schwarz bleibt.

Wie viel Zierde eine moderne Architektur verträgt

Penthouses sind meist streng gebaut: gerade Kanten, große Flächen, viel Glas. Genau darin liegt die Chance für klassische Möbel. Ein einzelnes geschnitztes oder vergoldetes Stück vor einer glatten Wand hat in dieser Umgebung mehr Wirkung als in einem Altbau, weil der Gegensatz die Form sichtbar macht.

Bewährt hat sich ein verziertes Stück je Blickfeld, etwa eine Kommode, ein Spiegel oder ein Paar Barock Sessel. Wie weit man gehen kann, steht unter Barock und Modern kombinieren, das Sortiment unter Barockmöbel.

Was Casa Padrino für Penthouses liefert

Für offene Grundrisse sind zwei Dinge wichtig: großformatige Einzelstücke und vollständige Maßangaben. Beides gibt es im Sortiment: Luxus Sofas in großen Längen, Luxus Couchtische mit Marmor- und Wurzelholzplatten, Teppiche in großen Formaten, Kronleuchter für Lufträume und Spiegel in Übergrößen.

Alle Modelle sind Neuanfertigungen im jeweiligen Stil. Für private Kunden gelten dieselben Konditionen wie für Objektausstatter und Hotels. Einen Überblick geben Luxusmöbel und die Startseite.

Große Flächen, wenige Stücke

Großformatige Sofas, Couchtische, Teppiche und Kronleuchter mit vollständigen Maßangaben für offene Grundrisse.

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Häufige Fragen zum Penthouse

Wie hoch dürfen Möbel vor einer Fensterfront sein?

Etwa fünfundachtzig Zentimeter. Bis zu dieser Höhe stören sie die Sicht im Sitzen nicht. Alles Höhere, also Schränke, Regale und hohe Rückenlehnen, gehört an die geschlossenen Wände.

Wie richtet man einen offenen Wohnraum ein?

In Zonen: Sitzen, Essen und ein dritter Bereich. Jede Zone bekommt einen Teppich, eine Mitte und eigenes Licht. Der Bodenbelag bleibt durchgehend, sonst zerfällt der Raum in Teile.

Braucht ein offener Grundriss Raumteiler?

Selten. Hohe Raumteiler nehmen die Weite, die den Grundriss ausmacht. Besser wirken niedrige Grenzen: ein Sofa mit gestalteter Rückseite, eine Konsole oder ein flaches Sideboard quer im Raum.

Wie beleuchtet man einen Raum ohne Deckenauslässe?

Mit Stehleuchten hinter den Sitzmöbeln, Tischleuchten auf Sideboards und Wandleuchten an den geschlossenen Wänden. Der vorhandene Auslass wird für die Leuchte über dem Esstisch genutzt, wo er den größten Nutzen hat.

Welche Größe braucht ein Kronleuchter im hohen Raum?

Raumlänge plus Raumbreite in Metern ergibt ungefähr den Durchmesser in Zentimetern. Im Luftraum darf großzügig gerechnet werden, kleine Leuchten verschwinden dort. Die Unterkante bleibt mindestens 2,10 Meter über dem Boden, wenn man darunter hindurchgeht.

Warum sieht die Fensterfront abends aus wie ein Spiegel?

Weil der Raum heller ist als die Umgebung. Eine helle Deckenleuchte verstärkt den Effekt. Mehrere kleine, tief angebrachte Lichtquellen sowie zwei bis drei warme Lichtpunkte auf der Terrasse lösen ihn weitgehend auf.

Wie verbindet man Wohnraum und Dachterrasse?

Über verwandte Bodenfarben, gleiche Sitzhöhen drinnen und draußen und eine durchlaufende Blicklinie mit einem Objekt am Ende. Dann wirkt die Terrasse auch im Winter als Teil der Wohnung.

Passen klassische Möbel in moderne Architektur?

Sehr gut, sofern es Einzelstücke bleiben. Eine geschnitzte Kommode oder ein vergoldeter Spiegel vor glatter Wand wirkt in strenger Architektur stärker als im Altbau, weil der Gegensatz die Form hervorhebt.

Wie groß sollte der Teppich im offenen Raum sein?

Größer als in geschlossenen Zimmern. Er definiert die Zone und sollte die gesamte Sitzgruppe tragen, mindestens unter den Vorderbeinen aller Sitzmöbel. In großen Räumen sind 300 mal 400 Zentimeter oft die richtige Größe.

Wohin gehören die Vorhänge bei Panoramafenstern?

Neben die Verglasung, nicht davor. Die Stange läuft über die volle Wandbreite, damit der Stoff tagsüber links und rechts der Öffnung liegt. So bleibt der Blick vollständig frei und der Raum wirkt breiter.