Bett kaufen in der Schweiz: Matratzenmasse, Kopfteil und Raumhöhe
Das Bett ist das grösste Möbel in den meisten Wohnungen und zugleich dasjenige, bei dem die wenigsten Masse vorher geprüft werden. Genau daraus entstehen die häufigsten Enttäuschungen: eine Matratze, die nicht in den Rahmen passt, ein Kopfteil, das unter der Dachschräge ansteht, oder ein Bettgestell, das zwar ins Schlafzimmer passt, aber nicht durch das Treppenhaus kommt. Casa Padrino führt Betten aus Massivholz mit geschnitzten und gepolsterten Kopfteilen sowie Himmelbetten und liefert in alle Landesteile der Schweiz.
Diese Seite nimmt die Reihenfolge ernst, in der ein Bettkauf eigentlich abläuft: erst das Matratzenmass, dann der Platz im Raum, dann die Höhe des Kopfteils im Verhältnis zur Decke, und erst danach die Frage nach Stil und Bezug. Dazu kommt ein Punkt, der in der Schweiz besonders wichtig ist und oft zu spät auftaucht, nämlich die Grössenfrage bei Matratzen.
Wer diese vier Punkte vor der Bestellung klärt, hat den kritischen Teil hinter sich. Alles Weitere, vom Bezug bis zur Pflege im trockenen Winter, lässt sich danach in Ruhe entscheiden.
Matratzenmasse in der Schweiz: nachmessen statt annehmen
In der Schweiz sind 160 mal 200 und 180 mal 200 Zentimeter die üblichen Masse für ein Doppelbett. Daneben gibt es jedoch abweichende Schweizer Sondermasse, die sich über Jahrzehnte gehalten haben und gerade in älteren Wohnungen und in Chalets immer wieder auftauchen. Eine vorhandene Matratze, ein geerbtes Bett oder eine nachbestellte Zudecke folgen nicht zwingend dem Mass, das man erwartet.
Die Konsequenz ist einfach: nachmessen, bevor bestellt wird. Legen Sie das Massband direkt an die Matratze, nicht an das Bettgestell, und notieren Sie Breite und Länge in Zentimetern. Passt eine vorhandene Matratze nicht zu einem gewünschten Rahmen, ist die Reihenfolge entscheidend, also zuerst das Bett wählen und die Matratze danach beschaffen, oder umgekehrt bewusst den Rahmen nach der Matratze aussuchen. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie vor der Bestellung nach den genauen Innenmassen des Rahmens; das kostet ein Telefonat und erspart einen Rücktransport über die Grenze. Die Masse der einzelnen Modelle stehen im Bereich Betten bei jedem Artikel.
Betten aus unserem Sortiment
Wie viel Platz ein Bett wirklich braucht
Ein Bett ist immer grösser als seine Matratze. Der Rahmen legt ringsum 10-15 Zentimeter zu, bei geschnitzten oder gepolsterten Aussenrahmen auch mehr. Eine Matratze von 180 mal 200 Zentimetern führt damit leicht zu einem Aussenmass von 200 mal 220 Zentimetern, und genau dieses Mass muss in den Raum passen, nicht die Matratze.
Für die Bewegung im Zimmer gelten Faustzahlen: 60 Zentimeter freier Durchgang an jeder Längsseite, damit man bequem ins Bett kommt und das Laken wechseln kann, und 80 Zentimeter am Fussende, wenn dort der Weg zur Tür oder zum Schrank verläuft. Steht eine Seite an der Wand, reicht sie für eine Person, für zwei wird sie unpraktisch. Rechnen Sie auch die Schranktüren mit: Eine Drehtür braucht ihre eigene Öffnungstiefe, und ein Bett, das 20 Zentimeter zu nah steht, blockiert sie dauerhaft.
Himmelbetten
Kopfteilhöhe und Raumhöhe gehören zusammen
Das Kopfteil bestimmt die Wirkung eines Bettes stärker als jedes andere Detail. Übliche Höhen reichen von 100 Zentimetern bei ruhigen Modellen bis zu 150-180 Zentimetern bei geschnitzten oder hoch gepolsterten Aufbauten, jeweils vom Boden gemessen. Diese Zahl ist immer im Verhältnis zur Raumhöhe zu lesen: In einem Altbauzimmer mit drei Metern Decke wirkt ein Kopfteil von 170 Zentimetern angemessen, in einem Neubau mit 240 Zentimetern wirkt dasselbe Stück wuchtig und lässt über sich kaum Wand frei.
Als Anhaltspunkt: Über dem Kopfteil sollten mindestens 60 Zentimeter Wand sichtbar bleiben, sonst schliesst das Möbel den Raum optisch nach oben ab. Unter einer Dachschräge zählt nicht die Deckenhöhe, sondern die Höhe an der Stelle, an der das Kopfteil stehen soll, gemessen bei aufgestellter Schräge. Wer wenig Höhe hat, gewinnt mit einem breiten, niedrigen Kopfteil mehr als mit einem hohen, schmalen. Beide Bauarten finden Sie unter Barockbetten, von der geschnitzten Massivholzform bis zum flächig gepolsterten Kopfteil in Samt.
Himmelbetten: die Frage ist die Decke
Ein Himmelbett ist das eindrucksvollste Bett, das ein Schlafzimmer aufnehmen kann, und zugleich dasjenige mit der härtesten Voraussetzung. Die vier Pfosten reichen je nach Modell 200-230 Zentimeter hoch, der obere Rahmen kommt darüber. Unter einer Decke von 240 Zentimetern bleibt damit kaum Luft, und der Raum wirkt geschlossen. Erst ab etwa 270 Zentimetern, besser ab drei Metern, entfaltet ein Himmelbett seine Wirkung, weil der Rahmen dann frei unter der Decke schwebt.
Das macht Himmelbetten zum klassischen Möbel für Altbauwohnungen und für Villen mit hohen Räumen, während sie in Chalets mit 220 Zentimetern Raumhöhe fast immer scheitern. Vorhänge am Rahmen sind optional; ohne Stoff wirkt ein Himmelbett deutlich leichter und schluckt weniger Licht, was in einem Zimmer mit nur einem Fenster den Ausschlag geben kann. Die Modelle mit ihren Höhenangaben stehen unter Himmelbetten. Messen Sie vorher die tatsächliche Deckenhöhe im Zimmer, nicht die Angabe aus dem Grundrissplan.
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Boxspring oder klassischer Rahmen: der Unterschied ist die Höhe
Der grösste praktische Unterschied zwischen einem Boxspringbett und einem klassischen Bettgestell liegt nicht im Komfort, sondern in der Einstiegshöhe. Ein Boxspringaufbau stapelt Untergestell, Federkern und Topper und kommt damit häufig auf 60-70 Zentimeter Oberkante Matratze. Ein klassischer Rahmen mit Lattenrost und Matratze liegt eher bei 45-60 Zentimetern.
Welche Höhe besser ist, hängt vom Menschen ab und nicht vom Möbel. Eine angenehme Einstiegshöhe entspricht ungefähr der Sitzhöhe eines Stuhls: Die Füsse stehen flach auf dem Boden, die Knie bilden etwa einen rechten Winkel. Wer schwer aufsteht, ist mit einem hohen Aufbau besser bedient, wer ein niedriges, ruhiges Bild im Raum will, mit dem flacheren Rahmen. Wichtig ist die Wechselwirkung mit dem Kopfteil: Bei einem hohen Aufbau verschwindet ein Teil des Kopfteils hinter Matratze und Kissen, das sichtbare Stück wird also kürzer, als die Produktangabe vermuten lässt. Vergleichen Sie deshalb immer die Höhe des Kopfteils mit der Oberkante der Matratze und nicht mit dem Boden.
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Das Schlafzimmer drumherum
Ein Bett steht selten allein. Nachttische sollten ungefähr auf Matratzenhöhe abschliessen, also bei einem klassischen Rahmen meist 50-60 Zentimeter hoch sein; liegt die Ablage deutlich tiefer, greift man ins Leere. Eine Kommode gegenüber dem Bett ist die vielseitigste Ergänzung, weil sie Stauraum bietet und die Wand füllt, ohne wie ein Schrank zu wirken. Übliche Höhen liegen bei 80-95 Zentimetern, die Tiefe bei 45-55.
Ein Spiegel über der Kommode bringt Licht in ein Schlafzimmer, das nur ein Fenster hat, und macht einen schmalen Raum optisch breiter. Die Unterkante sitzt 15-25 Zentimeter über der Platte, die Breite beträgt etwa zwei Drittel der Kommodenbreite. Passende Modelle stehen im Bereich Barock Kommoden. Worauf es bei Konstruktion, Blattgold und Massivholz ankommt, steht ausführlich auf unserer Seite zu Barockmöbeln in der Schweiz.
Heizluft, Bodenheizung und Höhensonne
Im Winter fällt die relative Luftfeuchtigkeit in beheizten Schweizer Wohnungen oft auf 25-30 Prozent, mit Bodenheizung noch etwas tiefer. Massivholz arbeitet dann und kann in den ersten Wochen knacken. Ideal sind 40-55 Prozent. Lassen Sie ein neues Bett einige Tage im Raum stehen, bevor es voll belastet wird, halten Sie 30-50 Zentimeter Abstand zu Heizkörpern und ziehen Sie nach der ersten Heizperiode die Rahmenverbindungen einmal nach. Danach ist in der Regel Ruhe.
In Höhenlagen ist die UV-Strahlung deutlich stärker als im Mittelland. Samt am Kopfteil, Leinen und farbige Beizen bleichen hinter grossen Fensterflächen schneller aus, und zwar ungleichmässig, weil nur eine Seite getroffen wird. Ein Sonnenschutz oder ein um einen Meter versetzter Stellplatz reicht meist. Ein Bett gehört ausserdem nicht dicht an eine kalte Aussenwand, weil sich dort in einem gut gedämmten Haus Feuchtigkeit sammeln kann; 5-10 Zentimeter Abstand genügen für die Luftzirkulation. Schnitzereien werden trocken mit einem weichen Pinsel entstaubt, nie feucht gewischt.
Der Weg ins Schlafzimmer und die Lieferung in die Schweiz
Betten werden zerlegt geliefert, aber die einzelnen Teile bleiben sperrig: Ein Kopfteil für ein Bett von 180 Zentimetern Breite ist ein grosses, schweres Stück, das sich in einem gewendelten Treppenhaus schlecht drehen lässt. Messen Sie vorher die lichte Breite der Wohnungstür, die engste Stelle im Treppenhaus, den Wendepunkt auf dem Absatz und beim Lift Kabinenmasse und Türbreite. Ein Kopfteil lässt sich meist hochkant tragen, dann zählt seine Stärke als Durchgangsbreite.
In die Schweiz liefern wir zum Nettobetrag ohne deutsche Mehrwertsteuer. Bei der Einfuhr fallen die in der Schweiz geltende Einfuhrsteuer sowie geringe Kosten für die Zollabwicklung an, beides trägt der Kunde. Die Spedition liefert auf Palette frei Bordsteinkante, nach vorheriger Terminabsprache; der Fahrer trägt nicht ins Haus. Planen Sie für den Liefertag zwei kräftige Personen ein. Die Lieferzeit steht bei jedem Artikel in der Produktbeschreibung. Der vollständige Ablauf steht auf unserer Seite zur Möbellieferung in die Schweiz, und die passenden Masse fürs Wohnzimmer finden Sie auf der Seite zu Sofas in der Schweiz.
Häufige Fragen zum Bettkauf in der Schweiz
Welche Matratzenmasse sind in der Schweiz üblich?
160 mal 200 und 180 mal 200 Zentimeter sind die gängigen Doppelbettmasse. Daneben gibt es abweichende Schweizer Sondermasse, vor allem in älteren Wohnungen. Messen Sie Ihre Matratze nach und fragen Sie im Zweifel vor der Bestellung nach den Innenmassen des Rahmens.
Wie viel Platz braucht ein Bett im Zimmer?
Der Rahmen legt ringsum 10-15 Zentimeter zu, bei geschnitzten Aussenrahmen mehr. Dazu kommen 60 Zentimeter freier Durchgang an jeder Längsseite und 80 Zentimeter am Fussende, wenn dort der Weg zur Tür verläuft.
Wie hoch darf das Kopfteil sein?
Über dem Kopfteil sollten mindestens 60 Zentimeter Wand sichtbar bleiben. Bei drei Metern Raumhöhe sind 170 Zentimeter stimmig, bei 240 Zentimetern Decke wirkt dasselbe Kopfteil wuchtig. Unter einer Dachschräge zählt die Höhe an der Stelle des Kopfteils.
Passt ein Himmelbett in eine normale Wohnung?
Nur bei hoher Decke. Die Pfosten reichen je nach Modell 200-230 Zentimeter hoch, darüber sitzt der Rahmen. Ab etwa 270 Zentimetern Raumhöhe wirkt ein Himmelbett richtig, bei 240 Zentimetern schliesst es den Raum nach oben.
Was unterscheidet ein Boxspringbett von einem klassischen Rahmen?
Vor allem die Höhe. Ein Boxspringaufbau kommt oft auf 60-70 Zentimeter Oberkante Matratze, ein klassischer Rahmen mit Lattenrost auf 45-60. Die angenehme Einstiegshöhe entspricht ungefähr der Sitzhöhe eines Stuhls.
Wie hoch sollte der Nachttisch sein?
Ungefähr auf Höhe der Matratzenoberkante, bei einem klassischen Rahmen also meist 50-60 Zentimeter. Liegt die Ablage deutlich tiefer, greift man im Liegen ins Leere.
Verträgt ein Massivholzbett eine Bodenheizung?
Ja, das Holz arbeitet dabei aber stärker, weil die Luft trockener wird. Halten Sie 40-55 Prozent relative Luftfeuchtigkeit, 30-50 Zentimeter Abstand zu Heizkörpern und ziehen Sie die Rahmenverbindungen nach der ersten Heizperiode einmal nach.
Kann das Bett an eine Aussenwand gestellt werden?
Ja, mit 5-10 Zentimetern Abstand zur Wand. Steht es dicht an einer kalten Aussenwand, kann sich dort Feuchtigkeit sammeln. Der schmale Spalt reicht für die nötige Luftzirkulation aus.
Was ist bei der Einfuhr in die Schweiz zu zahlen?
Wir liefern zum Nettobetrag ohne deutsche Mehrwertsteuer. Bei der Einfuhr zahlt der Kunde die in der Schweiz geltende Einfuhrsteuer und geringe Kosten für die Zollabwicklung.
Wird das Bett ins Schlafzimmer getragen und aufgebaut?
Nein. Die Spedition liefert auf Palette frei Bordsteinkante, nach vorheriger Terminabsprache, und der Fahrer trägt nicht ins Haus. Messen Sie Türen, Treppenhaus und Lift vorher aus und planen Sie zwei kräftige Personen ein.
Casa Padrino
Casa Padrino ist ein deutscher Anbieter von Luxusmöbeln mit einem der breitesten Sortimente Europas: Betten und Himmelbetten aus Massivholz, Kommoden und Nachttische, dazu Sofas, Sessel, Esstische, Spiegel und Kronleuchter. Wir beliefern Privatkunden, Innenarchitekten, Hotels und Restaurants und liefern in alle Landesteile der Schweiz.
Das vollständige Sortiment mit Massen, Materialien und Lieferzeit finden Sie auf www.casa-padrino.de. Alle unsere Seiten für die Schweiz beginnen bei casa-padrino.de/schweiz. Fragen zu einem Bett beantworten wir telefonisch unter +49 212 14912917.
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